Playa Sámara

Temperaturschock am 11.März!
Auf dem Weg von den Bergen ans Meer komme ich mir vor, als hätte mich jemand von einem frühlingshaften Wunderwald in einen Vulkan geschubst! Wie konnten wir in festen Schuhen weiterziehen? Schon bei unserem Zwischenhalt in einem kleinen dörflichen Restaurant (ein Glücksgriff! traumhafte Aussicht, leckereres regionales Essen!) halte ich es in in meinen Wanderturnschuhen nicht mehr aus!

Die Hitze erschlägt mich dermaßen und ich werde mich tagelang nicht daran gewöhnen! Ich glaube, dass ich noch nie solche Schwierigkeiten mit hohen Temperaturen hatte – jetzt aber schon! Was für ein Luxusproblem, denke ich mir…
Aber der Gedanke ans Meer tröstet mich.

Dann die Ankunft in einem sehr persönlichen kleinen Hotel, betrieben von einem amerikanischen Ehepaar, das schon vor 19 Jahren an diesen Ort ausgewandert ist.
Auch wenn sie sich damals ihren Traum erfüllt haben, betreiben sie das Hotel mittlerweile mit so viel Routine dass man schon eine gewisse Müdigkeit des Aussteigerlebens verspürt. Sie verstehen es aber auf jeden Fall, eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen.

Die Lage: traumhaft – direkt am Strand, zwischen dem flachen Gebäude (mit kleinem Pool davor) und dem Meer eine wunderschöne Gartenanlage mit Palmen, einigen Sitzgelegenheiten aus Holz und vielen Hängematten. Einfach zum Abhängen und Wohlfühlen, das war der erste Gedanke.

Dennoch braucht es ein bisschen Zeit, sich zu akklimatisieren. Die Moskitos haben anscheinend nur auf uns gewartet, gnadenlos haben sie den kleinsten Fehler beim Anbringen des Moskito-Netzes ausgenutzt und die Gierigste von ihnen hat es auf mich abgesehen und sich gleich in der ersten Nacht eingeschlichen. Ich muss ein Festmahl gewesen sein 😉
Ohne Klimaanlage, 37 Grad am Tag und 27 in der Nacht haben wir alle ein bisschen damit zu tun, einen kühlen Kopf zu bewahren. Homeschooling funktioniert am ersten Tag gerade mal eine halbe Stunde. Die nächsten Tage erfrischen wir den Unterricht dann lieber mit kühler Wassermelone und Ananas!
Das Stimmungsbarrometer geht auch mal auf und mal ab. Nicht immer machen für die Kinder die tolle Umgebung und die netten Menschen das Fehlen der vertrauten Gewohnheiten und Personen wett. Aber alles soweit okay – pura vida!

Hier am Playa Sámara wollen wir 4 Nächte bleiben. Am 2. Tag wird dann die erste Surf-Session seit unserer Ankunft gestartet. Wir haben eine gechillte, angenehme kleine Surfschule in Strand-Laufnähe (800 m entfernt) gefunden. Die Kinder machen eine Stunde Surfkurs zum Auffrischen und Micha leiht sich währenddessen ein Board aus. Mir geht es nicht so gut, deshalb schaue ich demütig und voller Vorfreude zu.

Vorher machen wir einen Abstecher an einen einsameren Strand 25 km entfernt. Wie schon gewohnt, eine holprige Schotterstraße… und dann mal wieder – Überraschung!! Eine Art Fluss, mitten durch die Straße durch!
Und nun? Ein Paar hielt offensichtlich schon einige Zeit vor uns an, der Herr der beiden versucht, die Tiefe des Wassers zu erkunden und watet einmal ganz durch. Schon kommt ein weiteres Auto, was wir kurz vorher großspurig überholt hatten. Ohne zu zögern und mit deutlicher Mimik „Was habt ihr denn bloß?“ rast das Auto sehr geübt durch den Fluss, als wäre es das Normalste der Welt.
Claro que si! Was stellen wir uns hier so an? Anlauf nehmen … und mit einem doch etwas mulmigen Gefühl: Augen zu und durch!
Yeah- alles noch trocken und nicht stecken geblieben – auf dem Rückweg freuen wir uns schon darauf 😉

2 Antworten auf „Playa Sámara“

  1. So ein Erlebnis mit Flüssen über der Straße hatten Mutti und ich auch mal. Nur war das in Irland und nach einem Starkregen und irgendwann wurden die Ströme dann doch zu stark zum durchqueren und wir mussten umdrehen. Aber wenn man sich einmal dran gewöhnt hat dass nix passiert ist es toll gewesen, da durch zufahren.

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